Kommunikationsdesignerin Haike Boller engagiert sich in ihrer Agentur für Vielfalt, Soziales, Umwelt, Kultur und internationale Entwicklung

Frau stemmt teil eines Baumstamms.
Haike Boller, gesehen mit dem Blick von Fotografin Cornelia Renson.

Die Kommunikationsdesignerin Haike Boller kenne ich vom Sehen schon lange. Ihre Design-Agentur liegt fünf Gehminuten von meinem Text-Büro entfernt und wir kaufen in denselben Naturkostläden ein.

Dennoch wusste ich viele Jahre lang nicht, was sie beruflich macht. Erst im vergangenen Sommer kamen wir durch eine gemeinsame Bekannte miteinander ins Gespräch und entdeckten viele Überschneidungen.

Wir arbeiten beide in der Kultur- und Kreativwirtschaft, beobachten die Politik, lieben Kunst und setzen uns seit Jahrzehnten für Vielfalt, Soziales und Umweltschutz ein. Jede auf ihre Weise und im Rahmen ihrer Möglichkeiten.

Doch während ich als Einzelunternehmerin unterwegs bin, projektweise verbunden mit Netzwerkpartnerinnen, ist Haike Inhaberin einer Agentur mit sechs festen Mitarbeitern. In diesem Jahr feiert sie ihr 20-jähriges Agenturjubiläum. Weiterlesen

Glutenfreie Einkaufs- und Ausgehtipps für Wiesbaden und den Rheingau

Ein Stück Kuchen und eine Tasse Cappuccino.
Schnappschuss vom glutenfreien Marillen-Schmand-Kuchen im Kaffee Kränzchen, Walluf

Frisch gebackene Pizza, Pasta und Brot sind für Menschen mit Zölliakie und Glutenunverträglichkeit oft unerreichbar. Es gibt einfach viel zu wenig Anbieter für glutenfreie Backwaren und nicht jeder Betroffene hat die Zeit jede Woche selbst zu Backen.

In Wiesbaden, wo ich wohne und im benachbarten Rheingau, gibt es aber wenigstens eine kleine Auswahl an Läden und Lokalen, die auch glutenfreie Schleckermäuler zufriedenstellen können. Weiterlesen

Die Entwicklung der Barrierefreien Kommunikation in Deutschland

Stapel Bücher zur barrierefreien KommunikationIm Herbst startet an der Uni Hildesheim ein Master-Studiengang für Barrierefreie Kommunikation. Im Rahmen dieses Studiengangs wird dann endlich auch Leichte Sprache an einer deutschen Hochschule gelehrt. Bis dahin war es ein weiter Weg.

In den USA setzte sich der Behindertenverband People First bereits in den 1970ern für eine leichte, gut verständliche Sprache ein. Doch es dauerte rund 20 Jahre bis diese Idee begann, sich in Deutschland zu verbreiten.  Weiterlesen

Blogporträt: Die Notaufnahmeschwester – zwischen Schnodderigkeit und Empathie

Screenshot des Blogs Notaufnahmeschwester
Screenshot des Blogs Notaufnahmeschwester

Die Notaufnahmeschwester bloggt, ganz wie man sich das vorstellt, aus der Notaufnahme. Ich „traf“ sie auf Twitter und verliebte mich spontan.

Bis heute habe ich keine Ahnung, wer sie wirklich ist. Denn natürlich schreibt die Schwester anonym.

Ihr Leben steht unter Schweigepflicht und sie berichtet nicht nur voller Schnodderigkeit und Empathie über den Alltag (und die Allnacht) in einer Notaufnahme. – Sie bringt ihre Leser zum Lachen, zum Weinen und manchmal auch zu beidem gleichzeitig. Weiterlesen

Unternehmen Brichbag: Upcycling-Rucksäcke für Obdachlose

Sina-Trinkwalder-Brichbag
Foto: Manomama

Kennt Ihr schon die Taschen und Rucksäcke von Brichbag? Nein, nun dann lernt Ihr sie jetzt kennen. Brichbag ist gleichzeitig der Name für eine Produktlinie und ein Unternehmen.

Sina Trinkwalder, geschäftsführende Gesellschafterin der Textilmanufaktur Manomama, produziert unter dem neuen Label wasserfeste und schmutzabweisende Rucksäcke, Taschen und Mäppchen aus Markisestoffen. Genauer gesagt, aus den Überresten der Markisenproduktion.

Jeder, der für sich selbst einen großen Rucksack kauft, bezahlt damit gleichzeitig einen Rucksack für einen Obdachlosen. Wer einen kleineren Rucksack kauft, finanziert die Hälfte eines Obdachlosen-Rucksacks. Wer eine Tasche oder ein Mäppchen kauft, bezahlt damit Goodiebags.  Weiterlesen