Friends of Social Business Forum 2018: Visionen für Wirtschaft und Leben der Zukunft

Foto vom Monitor
Friedensnobelpreisträger Muhamad Yunus grüßt aus Bangladesh.

In Wiesbaden, wo ich wohne, beruft man sich bei offiziellen Anlässen gerne darauf, zur Kaiserzeit Weltkurstadt gewesen zu sein. Denn tatsächlich hat die hessische Landeshauptstadt außer prachtvollen Fassaden und einer glanzvollen Vergangenheit nur wenig, womit sie sich schmücken kann.

Ob das funkelnagelneue RheinMain CongressCentrum (angeblich das modernste Kongresszentrum Europas), eine wachsende Hochschullandschaft und diverse neue Schauplätze der Kreativwirtschaft daran etwas ändern werden, muss man abwarten. Denn die Wiesbadener sind so große Könner im Verlangsamen und Ausbremsen, da ist es schwer, eine Prognose zu wagen.

Auf jeden Fall war ich, mit Aktualität und Innovation in der Stadt nicht gerade verwöhnt, gleichermaßen überrascht wie neugierig, als ich vom Friends of Social Business Forum hörte.

Die zweitägige Veranstaltung in der funkelnagelneuen Akademie der R+V-Versicherung wollte sich mit Wirtschaft, Leben und Gemeinschaft in der Zukunft beschäftigen.

Mitveranstalter der riesigen R+V, mit 5200 Mitarbeitern vor Ort (15.000 deutschlandweit) der größte Arbeitgeber am Platz, war das kleine Grameen Creative Lab. Das Lab ist eng verbunden mit den Ideen von Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus.

Die von Yunus gegründete Grameen Bank mit Sitz in Bangladesh, wurde ursprünglich für die Vergabe von Mikrokrediten in armen Ländern gegründet. Heute unterstützt die Bank Social-Business-Ideen auf der ganzen Welt. Weiterlesen

CSR-Aktion im Yogastudio: Spendentag für die Lebensmittelrettung bei Monki in Wiesbaden

Yogaklasse am Boden
Yin Yoga in Wiesbaden. Foto: Monki Yoga

Das Monki Yoga Studio bei mir um die Ecke, in der Unteren Albrechtstraße, lädt am Sonntag, den 22. April von 14 bis 18 Uhr auf Spendenbasis zu drei verschiedenen Yoga-Klassen ein. Der Erlös geht an die Lebensmittelrettung.

Das ist doch mal ein schönes Beispiel für Corporate Social Responsibility, oder? Ihr könnt etwas für Eure Gesundheit tun und dabei gleichzeitig auch noch ein soziales Projekt unterstützen! Hier die Einzelheiten: Weiterlesen

Kommunikationsdesignerin Haike Boller engagiert sich in ihrer Agentur für Vielfalt, Soziales, Umwelt, Kultur und internationale Entwicklung

Frau stemmt teil eines Baumstamms.
Haike Boller, gesehen mit dem Blick von Fotografin Cornelia Renson.

Die Kommunikationsdesignerin Haike Boller kenne ich vom Sehen schon lange. Ihre Design-Agentur liegt fünf Gehminuten von meinem Text-Büro entfernt und wir kaufen in denselben Naturkostläden ein.

Dennoch wusste ich viele Jahre lang nicht, was sie beruflich macht. Erst im vergangenen Sommer kamen wir durch eine gemeinsame Bekannte miteinander ins Gespräch und entdeckten viele Überschneidungen.

Wir arbeiten beide in der Kultur- und Kreativwirtschaft, beobachten die Politik, lieben Kunst und setzen uns seit Jahrzehnten für Vielfalt, Soziales und Umweltschutz ein. Jede auf ihre Weise und im Rahmen ihrer Möglichkeiten.

Doch während ich als Einzelunternehmerin unterwegs bin, projektweise verbunden mit Netzwerkpartnerinnen, ist Haike Inhaberin einer Agentur mit sechs festen Mitarbeitern. In diesem Jahr feiert sie ihr 20-jähriges Agenturjubiläum. Weiterlesen

Die Entwicklung der Barrierefreien Kommunikation in Deutschland

Stapel Bücher zur barrierefreien KommunikationIm Herbst startet an der Uni Hildesheim ein Master-Studiengang für Barrierefreie Kommunikation. Im Rahmen dieses Studiengangs wird dann endlich auch Leichte Sprache an einer deutschen Hochschule gelehrt. Bis dahin war es ein weiter Weg.

In den USA setzte sich der Behindertenverband People First bereits in den 1970ern für eine leichte, gut verständliche Sprache ein. Doch es dauerte rund 20 Jahre bis diese Idee begann, sich in Deutschland zu verbreiten.  Weiterlesen

Unternehmen Brichbag: Upcycling-Rucksäcke für Obdachlose

Sina-Trinkwalder-Brichbag
Foto: Manomama

Kennt Ihr schon die Taschen und Rucksäcke von Brichbag? Nein, nun dann lernt Ihr sie jetzt kennen. Brichbag ist gleichzeitig der Name für eine Produktlinie und ein Unternehmen.

Sina Trinkwalder, geschäftsführende Gesellschafterin der Textilmanufaktur Manomama, produziert unter dem neuen Label wasserfeste und schmutzabweisende Rucksäcke, Taschen und Mäppchen aus Markisestoffen. Genauer gesagt, aus den Überresten der Markisenproduktion.

Jeder, der für sich selbst einen großen Rucksack kauft, bezahlt damit gleichzeitig einen Rucksack für einen Obdachlosen. Wer einen kleineren Rucksack kauft, finanziert die Hälfte eines Obdachlosen-Rucksacks. Wer eine Tasche oder ein Mäppchen kauft, bezahlt damit Goodiebags.  Weiterlesen