Blogporträt: Die Notaufnahmeschwester – zwischen Schnodderigkeit und Empathie

Screenshot des Blogs Notaufnahmeschwester
Screenshot des Blogs Notaufnahmeschwester

Die Notaufnahmeschwester bloggt, ganz wie man sich das vorstellt, aus der Notaufnahme. Ich „traf“ sie auf Twitter und verliebte mich spontan.

Bis heute habe ich keine Ahnung, wer sie wirklich ist. Denn natürlich schreibt die Schwester anonym.

Ihr Leben steht unter Schweigepflicht und sie berichtet nicht nur voller Schnodderigkeit und Empathie über den Alltag (und die Allnacht) in einer Notaufnahme. – Sie bringt ihre Leser zum Lachen, zum Weinen und manchmal auch zu beidem gleichzeitig. Weiterlesen

Vespahändlerin Heike Kreutzer setzt sich für soziale Personalwirtschaft im Saisonbetrieb ein

Porträt einer Frau mit Brille und kurzen, blonden Haaren.
Heike Kreutzer

Heike Kreutzer arbeitet in dem Haus, in dem ich wohne. Gemeinsam mit ihrem Mann Stefan ist sie Geschäftsführerin des Familienunternehmens  „Zweirad Klose“.

Der „dienstälteste“ Wiesbadener Vespa-Händler, gegründet 1927 in der Nähe von Frankfurt an der Oder, feiert im November den 90. Geburtstag.

Heike und ich kamen am Briefkasten ins Gespräch und bewegten uns dann zum Mittagessen Richtung Sherry & Port. „Wir beschäftigen unsere Mitarbeiter zwölf Monate im Jahr,“ hatte sie gesagt. Das ließ mich aufhorchen. Denn solche Arbeitsverhältnisse sind in Branchen mit Saisonbetrieb selten.

Unternehmen, die vom Wetter abhängig sind, wie zum Beispiel Gastronomen, entlassen ihre Mitarbeiter häufig zu Beginn des Winters und stellen sie zum Frühjahr hin wieder ein.

Ich wollte also gerne wissen, wie der Zweirad-Händler die Zwölf-Monats-Vollbeschäftigung seiner vier Angestellten organisiert hat. Und natürlich interessierte mich auch, wie Heike zu ihrem Beruf gekommen ist. Vespa-Händlerin – auf die Idee muss man ja erst einmal kommen! Weiterlesen

Bharathi Avireddy tanzt die Geschichten indischer Götter

Porträt im TanzkostümBharathi Avireddy, geboren in Visakhapatnam, Südostindien, habe ich vor ein paar Jahren bei einem Tanzabend im Tattersaal kennengelernt. Damals stand sie mit einem Gast aus Indien und einer Gruppe ihrer Schülerinnen auf der Bühne. Einzeln und als Gruppe zeigten sie klassische, indische Tänze. Den zweitausend Jahre alten Bharata Natyam und den sechshundert Jahre alten Kuchipudi.

Mittlerweile habe ich Bharathi über gemeinsame Bekannte mehrfach wiedergetroffen. Die Leiterin der indischen Tanzakademie feiert im Oktober den 10. Geburtstag ihrer Schule in Wiesbaden und Frankfurt. Ein guter Grund, sie vorzustellen, meine ich. Weiterlesen

Sybille Katharina Schobel, Heilpraktikerin, Beraterin für Darmgesundheit und Schmerztherapeutin

Sybille Katharina Schobel

Sybille Katharina Schobel ist eingefleischte Westendlerin. „Das ist hier so mein Kiez,“ stellt sie fest. Wir sitzen in ihrer Naturheilpraxis am Blücherplatz in Wiesbaden und schauen Tee trinkend aus dem Fenster. Seit einem Jahr hat Sybille ihre Praxis hier. Die Wohnung ist nur wenige Gehminuten entfernt.

Sigrid Schellhaas vom Frauengesundheitszentrum Sirona hatte mich einst nach einer Erstdiagnose zu Sybille geschickt. Denn Sybille hat sich auf die Arbeit mit Ernährungssensiblen spezialisiert.

Seit ich Sybille kenne, habe ich (nach 40jährigem Leidensweg) keine Migräneanfälle und Depressionen mehr. Ganz ohne Psychotherapie und Pillen. Nur durch konsequente Ernährungsumstellung. Großartig, oder? Und ein sehr guter Grund um Sybille vorzustellen. 

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Sibel Güler, Gesundheitswissenschaftlerin, Politikmanagerin, Stadtverordnete

Porträt von Sibel Güler.

Die Stadtverordnete Sibel Güler habe ich über Twitter kennengelernt. Und später bei einer Veranstaltung im Hessischen Landtag erstmals persönlich getroffen.

Wir haben schnell herausgefunden, dass wir seit vielen Jahren im selben Viertel wohnen. Einige Jahre haben wir sogar, ohne voneinander zu wissen, in Nachbarhäusern gelebt. Heute beträgt der Abstand zwischen unseren Wohnungen, laut Google Maps, 130 Meter oder eine Gehminute.

Sibel gilt als der „Sonnenschein“ im Wiesbadener Rathaus. Schaut Euch einfach nur das Foto über diesem Text an, dann versteht ihr das.

Bei der Kommunalwahl am 6. März tritt Sibel als Kandidatin für die SPD an. Gleichzeitig für den Ortsbeirat Mitte und das Stadtparlament. Ihr Arbeitsschwerpunkt ist die Gesundheitspoltik.

Die Verbreitung des Gesundheitsgedankens, der 1986 in der „internationalen Konferenz zur Gesundheitsförderung“ in Ottawa formuliert wurde, liegt ihr besonders am Herzen. Sibel wünscht sich, dass sich die Prinzipien der Ottawa-Charta auch in Wiesbaden durchsetzen.

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Ira Renninger-Rupp, Textildesign und Upcycling-Kunst

Porträt-Foto.

Ira Renninger-Rupp habe ich im vergangenen Sommer bei einer Teegesellschaft kennengelernt. An einem heißen Augustsonntag erzählte sie von ihrem geplanten Weihnachtsprojekt. „Ich möchte im Rheingau, gemeinsam mit geflüchteten Frauen aus Syrien und Afghanistan, Taschen für den Rüdesheimer Weihnachtsmarkt fertigen,“ erzählte sie.

Das „Projekt Morgenland“ sollte geflüchteten Frauen die Möglichkeit geben, mit ihren ganz eigenen Fähigkeiten und Talenten Geld zu verdienen, um Stück für Stück ein eigenes Business aufzubauen.

Das Projekt lief gut. Bereits Mitte Dezember war alles ausverkauft.

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Sigrid Schellhaas, Heilpraktikerin, Gesundheitspolitikerin und Gründerin des Frauengesundheitszentrums Sirona

Poträt.

Die Heilpraktikerin Sigrid Schellhaas, Vorstand des Wiesbadener Frauengesundheitszentrums Sirona, hat einen Platz im wichtigsten gesundheitspolitischen Gremium Deutschlands, dem Gemeinsamen Bundesausschuss. „Dieser Ausschuss entscheidet, welche Leistungen die gesetzlichen Kassen übernehmen und gestaltet so unser Gesundheitssystem. Mitglied sind die Vertreter aller gesetzlichen Kassen, der Ärzteschaft, der Ministerien und die Patientensprecher.“ Sigrid vertritt, gemeinsam mit verschiedenen Ärzten, die Patienten. „Ohne medizinisches Fachwissen, könnte man in diesem Gremium nicht mitreden.“

Ich sitze mit Sigrid in ihrer Praxis in Wiesbaden. Vor fünf Jahren war ich schon einmal hier. Als Patientin. Damals hatte mich eine gemeinsame Bekannte zu ihr geschickt. Kurz vorher war ich bei einer Mini-OP in einem Wiesbadener Krankenhaus fast gestorben. Keiner konnte sich erklären, wieso.

Drei Wochen nach der OP torkelte ich immer noch durch die Welt wie in Trance. Haus- und Facharzt waren ebenso ratlos, wie das OP-Team der Klinik. „Geh zu Sigrid,“ hörte ich meine Bekannte sagen. „Sie ist eine der besten Heilpraktikerinnen, die wir in Wiesbaden haben. Sie kann Dir bestimmt helfen.“ So war es dann auch. Sigrid holte mich nicht nur in die Welt zurück, sie stellte bei der Gelegenheit auch gleich fest, warum ich von klein auf kränklich war.

Heute geht´s mir gut. Ich kann ohne zu übertreiben behaupten, die Begegnung mit Sigrid Schellhaas hat mein Leben verändert. Deshalb möchte ich sie Euch gern vorstellen.

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