Biotop Aukammtal – der Hidden Champion unter den Wiesbadener Parks

Holzbrücke
Brücke über einen der vier Bachläufe im Aukammtal.

Anfang Juli fand im Aukammtal das erste Wiesbadener Umweltfestival statt. Rund 40 Aussteller, von Pfadfindern über Naturschutzorganisationen und Bürgergarten bis hin zum städtischen Umweltamt, folgten der Einladung von Initiator Johannes Löhde.

In den kommenden Jahren werden es sicher noch deutlich mehr werden. Denn viele Organisationen erfuhren erst durch das Medienecho von der neuen Veranstaltung.

Ein Busch mit blauen Beeren.Gärtner Johannes Löhde, Inhaber des Integrationsbetriebs GrünKlusion war jedenfalls überwältigt: „Ich hatte keine Ahnung, was ich da lostrete und wie viele Organisationen und Engagierte es zum Thema Umwelt in Wiesbaden gibt.“

Mein persönlicher Star des Festivals war der Veranstaltungsort selbst.

Sattgruene SumpflandschaftDas östliche Aukammtal, ein Biotop hinter dem Thermalbad Sonnenberg, unterhalb vom Apothekergarten Bierstadt, gilt als die artenreichste Naherholungsfläche der Stadt. Und ist – nur wenige Minuten von der Innenstadt entfernt – ein echter Hidden Champion unter den Wiesbadener Parks. Ein Champion mit Geschichte.

Holzschild
Der Erlebnisgarten Heupferd. Ein Paradies für Kinder, gegenüber der Orangerie Aukamm.

Das Aukammtal, ursprünglich eine Sumpflandschaft, wurde, vermutlich ab der Mitte des 19. Jahrhunderts, trockengelegt und für die Landwirtschaft genutzt.

Speisekarte auf Gartentisch
Der Inklusionsbetrieb „Orangerie Aukamm“ lädt zu Kaffee, Eis und Kuchen ins Palmenhaus der ehemaligen Stadtgärtnerei. Natürlich gibt es auch eine schöne Terrasse.

Aus dem Sumpf wurde ein Stück Land mit Bach. Nutzgarten reihte sich an Nutzgarten. Unterhalb vom Apothekergarten wurde eine Stadtgärtnerei samt Palmenhaus errichtet. Die Sumpfbewohner, zahlreiche seltene Vogel-, Insekten- und Pflanzenarten, verschwanden.

Feuerlilie, eine rote BlüteDoch ab den 50er Jahren wurde der Gartenbau im Aukammtal weniger. Die Natur begann, sich das Tal langsam zurückzuerobern. Viele bereits verschwundene Vogel,- Insekten- und Pflanzenarten kehrten zurück. Alleine vier verschiedene Drosselarten sind heute in dem Biotop heimisch.

Seit den 90ern wird das Gelände gezielt renaturiert.

BachDer Aukammbach wurde aus seiner Starre befreit. Er fließt nun „vierspurig“, das heißt, er hat drei Nebenarme gebildet, die durch das Tal mäandern. An einer Stelle nahe der Aukammallee, ist gar ein neues, kleines Sumpfgebiet entstanden.

Und würde der Mensch es zulassen, würden sich die Bachläufe verflachen und verbreitern und das Tal würde wieder ganz und gar zum Sumpf.

Ausschnitt des Sumpfes
Das sumpfige Gelände in der Nähe der Aukammallee.

Links:

Umweltfestival Wiesbaden

GrünKlusion

Orangerie Aukamm

Heupferd Erlebnisgarten

Karte vom Aukammtal

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